Erklärung zur Befreiung der Arbeiterjugend

 

 

1.   Jugend und Kapitalismus

 

Wir Jugendlichen im Kapitalismus sind einer besonderen Ausbeutung und Unterdrückung unterworfen, denn unsere elementarsten Grundbedürfnisse, das Recht auf eine gute Berufsausbildung und einen gesicherten Arbeitsplatz, werden uns nicht gewährt.

Als Teil der Arbeiterklasse stehen wir auf der selben Seite, mit den selben Problemen dem Kapital gegenüber. Und doch: schlechtere Bezahlung und keinerlei Perspektive in diesem System zeichnet unsere besondere Lage aus.

 

Doch gehören wir auch zu den am meisten fortschrittlichen Teilen, wir sind überproportional in den progressiven Bewegungen vertreten. Dies liegt daran, daß wir noch nicht so sehr in dem kapitalistischen System integriert sind. In dem Moment, wo wir bewußt anfangen zu leben und zu erleben, tritt die Perversität der imperialistischen Gesellschaftsordnung am deutlichsten zu Tage. Ob in Schule, Ausbildung, Beruf oder zu Hause, wir merken, daß sich die Fäulnis des Systems auf alle gesellschaftlichen Bereiche und auf uns persönlich auswirkt, daß da irgendetwas nicht stimmt mit dieser Welt.

 

Als Jugendliche sind wir oft auch mutiger als unsere erwachsenen Kolleginnen und Kollegen, wir sind noch nicht so eingeschüchtert von der bürgerlichen Propaganda und ihren Repressialien. Wir sagen, was wir denken und tun, was wir tun müssen.

Und Gründe für unseren Widerstand gibt es beileibe genug. Indem wir anfangen, selbstständig zu denken, zu kritisieren und zu hinterfragen, wird uns sogleich der Maulkorb verhängt. In einem ausgeklügelten Unterdrückungssystem, das sich Bildung nennt, werden wir zu Untertanen erzogen.

 

Das Schulsystem dient als Untertanfabrik, schon mit der Schulglocke werden wir auf die spätere Fabrikglocke gedrillt, es wird mit Sanktionen und Selektion gearbeitet. Statt Solidarität zu lehren, werden wir zum permanenten Konkurrenzkampf erzogen, damit wir auch später ja nicht gemeinsam gegen das Kapital, sondern schön jede/r gegen jede/n vorgehen. Denn solange wir gespalten sind, bleibt das Kapital an der Macht.

Von Anfang an wird uns mitgegeben, daß wir in diesem System nur was werden können, wenn wir uns anpassen, den Erfordernissen des Kapitals entsprechen und auch alles unserer eigenen Verwertbarkeit fürs Kapital unterwerfen.

 

Die drastischen Ausmaße der Jugendarbeitslosigkeit dienen dabei als Druckmittel. Wenn wir nicht spuren oder uns gar noch anmaßen, eigene Ausbildungs- und Berufswünsche zu formulieren, können wir uns gleich in die Reihe auf dem Arbeitsamt anstellen. So sollen wir eingeschüchtert werden. In Wirklichkeit jedoch gehört die Arbeitslosigkeit zum kapitalistischen System. Das System braucht die Reservearmee der Arbeitslosen als Druckmittel gegen die, die noch Arbeit haben. Außerdem versucht das Kapital auch die eigenen Verfallserscheinungen (den tendenziellen Fall der Profitrate) durch Rausschmisse abzuschwächen.

Auf dem Arbeitsamt angekommen, werden wir demütigend behandelt, so nach dem Motto: wer hier ist, kann nur faul sein.

 

Das System der kapitalistischen Bildung produziert uns Jugendliche als Ware auf dem Markt der Kapitalisten. Um unsere Wünsche und Vorstellungen geht es da nicht. Wir dürfen wissen und lernen, was dem Kapital nützt. Unser Bildungszugang hängt davon ab, was für die Kapitalistenklasse profitabel ist.

 

Dabei ist das Klassenbildunssystem auch so aufgebaut, daß gerade wir jungen Arbeiterinnen und Arbeiter nur so viel lernen, wie für unsere Verwertbarkeit nötig. Denn wir stellen die revolutionäre Kraft, wir können die Gesellschaft verändern. Um das zu verhindern, werden wir so dumm wie möglich gehalten. Die Söhne und Töchter der Kapitalistenklasse hingegen sollen gut ausgebildet werden, sollen sie doch den Systemerhalt garantieren.

 

Haben wir einen Ausbildungsplatz ergattert, sind wir dort besonders ausgebeutet. Unser Ausbildungslohn erlaubt es uns oftmals nicht einmal, selbstständig zu leben. Trotz 8-Stunden-Tag müssen wir noch bei unseren Eltern leben und von ihnen ausgehalten werden. Im Ausbildungsbetrieb sollen wir auch ja nicht das Maul aufmachen, wollen wir doch später zumindest eine geringe Chance haben, übernommen zu werden. Wir sollen nehmen, was uns gegeben wird und auch noch glücklich darüber sein, daß wir ausgebeutet werden dürfen.

 

Der Zugang zur Uni wird uns Arbeiterjugendlichen erst recht erschwert. Durch offizielle oder nichtoffizielle Studiengebühren wird sozial selektiert. Eine „höhere“ Bildung soll nur bekommen, wer auch zahlen kann. Daher müssen wir noch neben der Ausbildung arbeiten. Brauchen wir dann länger als die Regelstudienzeit vorsieht, werden wir als „faule LangzeitstudentInnen“ diskriminiert, müssen draufzahlen oder werden exmatrikuliert. Dass da gerade wir Arbeiterkinder an der Uni völlig unterrepräsentiert sind, kann da nicht mehr verwundern.

 

Unserem Widerstand wird schon im Vorfeld versucht, ein Riegel vorzuschieben. Durch Schulverfassungs- und Hochschulgesetze werden wir politisch unterdrückt und kriminalisiert. Kommunistischen Lehrerinnen und Lehrern droht permanent Berufsverbot. Durch politischen Maulkorb und Zensur sollen wir mundtot gemacht werden.

 

Junge Frauen und Mädchen sind doppelt ausgebeutet und unterdrückt. Neben der Ausbeutung als Arbeiterin und Jugendliche kommt noch die noch schlechtere Bezahlung hinzu. Außerdem werden in vielen Berufen Frauen nicht genommen, da Männer bevorzugt werden.

 

Auch die Jugend auf dem Lande ist verschärfter Ausbeutung und Unterdrückung ausgesetzt. Der Widerspruch zwischen Stadt und Land, der dem Kapitalismus innewohnt, zeigt sich auf dem Land umso stärker.

 

Die Migrantenjugendlichen werden aufgrund ihrer Herkunft diskriminiert und besonders unterdrückt. Ihre speziellen Lebensbedingungen werden nicht berücksichtigt. Sie sollen sich assimilieren oder haben halt Pech gehabt. Die Jungendarbeitslosigkeit unter Migrantinnen und Migranten liegt weit höher als der Durchschnitt. Die besondere Unterdrückung erklärt die Bourgeoisie damit, dass viele MigrantInnen sich nicht „integrieren“ wollen. Dabei ist es das kapitalistische System, daß den Migrantenjugendlichen nicht die gleiche Chance zur Bildung und Ausbildung einräumt. Dies wird auch ganz bewußt getan, sollen wir doch gespalten werden und nicht gemeinsam kämpfen.

 

Unsere materielle Ausbeutung und Unterdrückung findet ihre Ergänzung in der kulturellen und geistigen Not. Statt bewußt und selbstbestimmt leben zu können, werden wir in Rauschgiftsucht, Alkoholismus und Kriminalität gedrängt. Unsere psychische Verelendung sollen wir durch Konsumrausch lindern. So sollen wir unsere Probleme bewältigen, denn dann schlägt das Kapital auch noch Profit aus uns. Die groß verkündete Spaßgesellschaft soll uns zu Hampelmännchen des Kapitals machen.

 

Dazu wird uns die Kapitalistenklasse aber nicht kriegen. Wir wissen, die Welt ist erklärbar und veränderbar. Nicht der Mensch ist das Übel, sondern das imperialistische System. Eine Welt ohne Ausbeutung und Unterdrückung, der Kommunismus ist möglich. Nieder mit der Ausbeutung!

 

2. Jugend und Faschismus bzw. Faschisierung

Polizeiterror und Geheimdienste

Um die Herrschaft des Kapitals zu sichern setzt der deutsche Imperialismus verschiedene Unterdrückungsapparate ein. Da ist die Polizei mit allen den Spezialeinheiten und dem Bundesgrenzschutz. Wir, die Arbeiterjugend, sind immer wieder den Schikanen der Polizei ausgesetzt. Wir werden auf offener Straße durchsucht, unsere Treffs werden Razzien unterzogen etc., in deren Augen ist jeder ein potenzieller Krimineller. Wer mal die Schule blau macht, kann damit rechnen von der Polizei gestellt zu werden. Auf Demos werden wir kontrolliert, gefilmt und kriminalisiert. Immer wieder kommt es zu brutalen Eingreifen der Polizei bei dem willkürlich in die Menge geknüppelt bzw. verhaftet wird. Damit die Unterdrückungsorgane auch die formal-juristische Legitimation haben, werden die Gesetze verschärft. Eine regelrechte Hysterie gegen „Terroristen“ wird forciert. Terrorrist sind wir in Augen des Kapitals schon fast beim ersten kritischen Ton.

Die Geheimdienste, der Staatsschutz sind weitere Organe zur Unterdrückung von uns. Ihr Ziel ist es jede mögliche Gefahr für den deutschen Imperialismus schon im Keime zu ersticken. Immer mehr Telefone und Handys werden angepeilt bzw. abgehört. Ebenfalls werden Internetseiten gesperrt und eMails gelesen. Spitzel, auch V-Leute genannt, werden in kritische, vor allem revolutionäre, Organisationen und Bewegungen eingeschleust um sie auszuspionieren bzw. sie von innen zu zersetzten. Die über unsere Aktivität gesammelten Daten werden gespeichert. Und so kommt es z.B. bei EU-Gipfeltreffen im Ausland zu einer Ausreisesperre, werden wir im Lande eingesperrt.  

Aber all die Repressionen gegen uns werden nicht dazu führen, dass wir den gerechten Kampf gegen Ausbeutung und Unterdrückung, den Kampf für den Kommunismus aufgeben werden. Für uns gibt es keine Alternative. Wir müssen uns gegen die Angriffe schützen und zur wehr setzen!

Kriminalisierung

Die gesammelten Daten über uns dienen auch unserer Kriminalisierung. Schon eine Regierungsfeindliche Äußerung reicht dafür aus uns anzuzeigen und juristisch zu verfolgen. Wärend der brutal knüppelnde Polizist unerkannt bleibt, werden wir aus Demos gefilmt um Beweise gegen uns zu sammeln. Aber auch wenn keine Beweise vorhanden sind, ist eine Kriminalisierung möglich. So werden angebliche Zeugen geschaffen, die durch ihre „Glaubwürdigkeit“ die nötigen „Beweise“ schaffen. Die Kriminalisierung dient dazu uns einzuschüchtern. Sie dient dazu uns zu isolieren. Haben wir erstmal entsprechende Einträge im polizeilichen Führungszeugnis wird die Arbeitssuche für uns erheblich erschwert bzw.  einen Arbeitsplatz zu bekommen  unmöglich.

Die Kriminalisierung dient aber auch dazu uns gegeneinander auszuspielen. So werden wir erpresst, sollen wir zu Aussagen über andere bzw. über die Organisation gezwungen werden. Wir lassen uns aber nicht gegeneinander ausspielen und verweigern bei Polizei und Gericht jede Aussage. 

Faschistische Organisationen/ Ausländerfeindlichkeit

Der Kapitalismus führt tendenziell zum Faschismus. Der Faschismus, die offen diktatorische Herrschaft des Finanzkapitals, ist auch die letzte Möglichkeit die Macht des Kapitals über die Arbeiterklasse und uns als deren Jugend, zu sichern. Der Faschismus ist ein Gesicht des Kapitalismus.Die faschistischen Organisationen arbeiten für den Erhalt des imperialistischen Systems. Sie versuchen uns mit ihrer Demagogie auf ihre Seite zu ziehen. Sie versuchen eine eigene Jugendkultur zu entwickeln in der sie uns entsprechend beeinflussen können. Ihren Schwerpunkt setzen sie darauf die Jugend für sich zu gewinnen. Auch Teile der Arbeiterjugend gehören der faschistischen Bewegung an. Die faschistischen Organisationen führen eine scharfe Propaganda gegen Ausländer, Migranten und Asylanten. Und sie bleiben nicht bei Worten, sie führen auch Übergriffe und Morde durch. Sie versuchen uns junge ArbeiterInnen zu spalten in dem sie versuchen die Migranten in eine Ecke zu drängen.

Die faschistischen Organisationen greifen Erscheinungen einzelne des Kapitalismus, wie z.B. Arbeitslosigkeit, auf und versuchen in demagogischer Weise deren Ursachen zu verschleiern, in dem sie Mirganten die Schuld  geben. Es ist unsere Aufgabe die Arbeiterjugend aus den Klauen der faschistischen Organisationen zu reißen. Wir müssen dazu unterscheiden zwischen der Führung solche Organisationen und Mitläufern.   

Wir lassen uns nicht von der faschistischen Propaganda einfangen und bekämpfen die faschistischen Organisationen. Wir lassen uns nicht spalten sondern arbeiten an der Einheit der Arbeiterjugend!

 

 

 

3. Jugend und imperialistische Kriege

Wir leben im Imperialismus. Es ist ein dem Imperialismus innewohnendes Gesetz, dass die Herrschenden zur Maximierung ihres Profits imperialistische Kriege führen. Zeiten des sogenannten imperialistischen Friedens sind nur Pausen zwischen den Kriegen.

 

Als Teil der Arbeiterklasse müssen wir Arbeiterjugendliche die Folgen des imperialistischen Krieges tragen. Wir sollen für den Profit des Kapitals bluten und sterben.

 

Der Zwangsdienst in der deutschen Armee soll uns dazu ausbilden. Wir werden zu Kadavergehorsam erzogen, um auch ja nicht die Interessen, die hinter den imperialistischen Kriegen stecken, zu hinterfragen. Wir sollen auf die Jugendlichen in anderen imperialistischen Armeen schießen, sie ermorden, um die Interessen des deutschen Kapitals durchzusetzen. Das kann nicht in unserem Interesse sein.

Wir wissen, dass die deutsche Armee nicht unsere Interessen, sondern die Interessen des Kapitals schützt und militärisch durchsetzt.

Insofern unterstützen wir auch die Jugendlichen, die den Dienst an der Waffe verweigern, da sie nicht für die Interessen der Imperialisten sterben und kämpfen wollen. Doch darf man nicht vergessen, dass die revolutionäre Gewalt, also die Gewalt der Massen für unsere Interessen notwendig ist, um eine Welt ohne Kriege, um den Kommunismus aufbauen zu können.

Wir können also nicht die Rolle einer sozialistischen Armee außer Acht lassen. Nur wenn wir bewaffnet sind, kann die Revolution siegen. So sind wir der Meinung, dass es auch ein wichtiger Bereich der revolutionären Arbeit ist, in der deutschen Armee Zersetzungsarbeit zu leisten, d.h. die imperialistischen Interessen, die die deutsche Armee durchsetzen soll, aufzuzeigen, zu entlarven und zu bekämpfen.

Die Frage, wan ein junger Kommunist in die deutsche Armee gehen soll, hängt selbstverständlich von seiner Standfestigkeit und der Stärke der kommunistischen Organisation ab.

 

Schließlich führt imperialistische Aggression nach außen auch immer zu verschärfter Repression nach innen. Setzt der deutsche Imperialismus seine Interessen militärisch durch, wird versucht, uns auch gefügiger zu machen, den Widerstand im eigenen Land zu kriminalisieren und zu verbieten. Die Wirkungen des imperialistischen Krieges im eigenen Land dürfen nicht unterschätzt werden. Und es ist unsere Aufgabe, diese Verbindung aufzuzeigen, das Übel an seiner Wurzel zu packen.

 

4. Jugend und Internationalismus

Der Imperialismus ist ein Weltsystem. Auch wenn die Unterdrückung der ausgebeuteten Jugend in ihrem Ausmaß unterschiedlich stark ist, haben wir doch im Wesen dieselben Probleme, wird uns doch weltweit keine Zukunft in diesem System geboten, wird uns doch weltweit nicht das Recht auf gute Ausbildung und gesicherte Arbeit mit ausreichendem Einkommen gewährt, können wir uns nicht nach unseren Wünschen und Bedürfnissen entfalten.

 

Schlimmer noch: es wird versucht, uns Arbeiterjugendliche der verschiedenen Länder gegeneinander auszuspielen. Der Konkurrenzkampf der Imperialisten der verschiedenen Länder wird auf uns übertragen, wir sollen auch gegeneinander kämpfen, uns besser ausbeuten lassen als die Jugendlichen in anderen Ländern, damit „unser“ Kapital einen besseren Stand auf dem Weltmarkt hat.

 

Da machen wir nicht mit. Wen der deutsche Imperialismus auf Kosten anderer Völker seine Profitgier befriedigt, wen mittels des imperialistischen Zweckbündnisses EU versucht wird, unsere Lebensbedingungen weiter zu verschlechtern, wen mit Verweis auf den Druck der „Kapitalflucht“ versucht wird, uns gefügig zu machen, können wir nur antworten: das alles geschieht im Interesse des Imperialismus. Das dürfen wir nicht mitmachen!

 

Unsere Waffe ist die Solidarität. Der Kampf um Befreiung der Menschheit von Ausbeutung und Unterdrückung kann letztlich nur durch die Weltrevolution erfolgreich sein!

 

Wir ausgebeuteten und unterdrückten Jugendlichen in jedem Land dieser imperialistischen Welt kämpfen gemeinsam, für dieselben Interessen und bekämpfen den Imperialismus in jedem Land. Nur gemeinsam sind wir stark.

 

Daher solidarisieren wir uns mit den Befreiungskämpfen der unterdrückten Völker. In vielen Befreiungskämpfen spielt gerade die Jugend eine Vorreiterrolle – wie zum Beispiel beim Kampf des palästinensischen Volkes.

 

Solidarität heißt für uns nicht nur auf dem Papier Unterstützung erklären, es heißt auch, praktisch Solidarität zu üben, in Deutschland auf die Situation in anderen Ländern aufmerksam zu machen, Solidarität zu organisieren und auch den Kampf in den Ländern zu unterstützen – wie dies beim spanischen Bürgerkrieg der Fall war.

Unseren größten Beitrag zum proletarischen Internationalismus leisten wir jedoch dadurch, dass wir Arbeiterjugendlichen in Deutschland den Kampf gegen den deutschen Imperialismus führen, dass wir am Aufbau der kommunistischen Partei in Deutschland arbeiten, unter dessen Führung der deutsche Imperialismus seinen Todesstoss versetzt bekommen wird!

 

5. Jugend und sozialistische Revolution

Revolutionäre Gewalt

Es ist unmöglich, sich durch parlamentarische Mehrheitsbeschlüsse, durch Wahlen etc. die Klassenherrschaft zu beseitigen. Es wäre eine Illusion zu glauben, wir könnten die Macht des Kapitals so einschränken oder gar beseitigen. Die Kapitalistenklasse scheut vor keinem Mittel zurück, die eigene Herrschaft zu sichern. Einen friedlichen Weg zum Sozialismus gibt es nicht.

Der bürgerliche Staatsapparat, das wichtigste Instrument, dessen sich die Kapitalisten zur Aufrechterhaltung ihrer Herrschaft bedienen, muss in der gewaltsamen, sozialistischen Revolution zerschlagen, auf seine Trümmer muss die Diktatur des Proletariats errichtet werden. Das ist für die Arbeiterklasse und alle Werktätigen der einzige Weg, sich von Ausbeutung und Unterdrückung zu befreien. Das ist der einzige Weg zum Sozialismus.

Die Geschichte hat gezeigt, dass die Arbeiterjugend eine wichtige Rolle bei der sozialistischen Revolution einnimmt.  Gerade auch im bewaffneten Kampf muss sie an vorderster Front kämpfen.

Arbeiterjugend und Kommunistischen Partei

Die sozialistische Revolution ist aber zum scheitern verurteilt, wenn es keine Kommunistische Partei gibt. Es ist die Aufgabe der Arbeiterjugend den Aufbau der Kommunistischen Partei mit aller Kraft zu unterstützen. Dazu ist eine enge Bildung im gemeinsamen Kampfe nötig. 

Wir machen keine leeren Versprechungen

Nein, wir versprechen nicht Dinge die wir nicht halten können, wir können nicht all die Dinge anbieten, wie es z.B. kapitalkräftige bürgerliche Jugendorganisationen können.  Wir sind nicht käuflich und bestechen auch nicht. Wir versprechen nur eines: Das wir dem revolutionären Kampf für den Sozialismus führen!

 

6. Jugend und Sozialismus/Kommunismus

Nach der sozialistischen Revolution werden wir im Sozialismus endlich unsere Grundbedürfnisse befriedigen können.

 

Unter der Diktatur des Proletariats wird Bildung nicht mehr aus Verwertungszwecken bewillig, sonern wird das Recht von uns Jugendlichen sein. Gerade wir Arbeiterjugendlichen werden nun Zugang zu allen Bildungszweigen bekommen.

 

Die Trennung von Schule und Produktion wird aufgehoben. Im polytechnischen Unterricht, der das Lernen mit produktiver Arbeit und militärischer Ausbildung verbindet, werden wir Arbeiterjugendlichen auf das Berufsleben vorbereitet.

In der Schule werden alle Reste imperialistischer Erziehung und Propaganda ausgemerzt und an der Stelle der reaktionären bürgerlichen Ideologie wird die revolutionäre Wissenschaft der Arbeiterklasse, der Marxismus-Leninismus, zur Grundlage der Schulausbildung gemacht. Die Lehrkörper der Schulen und Universitäten werden unter die Kontrolle der Arbeiterklasse gestellt, die darüber wacht, dass wir Jugendlichen zu revolutionären Kämpfern, zu reifen, verantwortungsbewussten und solidarisch denkenden wie handelnden Menschen erzogen werden.

 

Die Lehrzeit in der im Kapitalismus bestehenden Form wird abgeschafft. Jede/r Jugendeliche/r erhält eine sinnvolle, gründliche und vollständige Berufsausbildung und wird unverzüglich als gleichberechtigtes, vollwertiges Mitglied in die Gemeinschaft des Betriebs aufgenommen. Der Jugend gilt die besondere Fürsorge des sozialistischen Staates. Kinderarbeit und alle Formen von gesundheitsschädlichen Arbeiten wie Akkord-, Fließband- oder Nachtarbeit werden verboten.

 

Unsere Zukunft wird gesichert sein, denn jede/r hat das Recht und die Pflicht auf einen Arbeitsplatz. Die gesellschaftlich notwendige Arbeit wird auf alle arbeitsfähigen Teile der Gesellschaft zu gleichen Teilen verteilt. Dadurch und durch die Vergesellschaftung der Produktionsmittel, die Organisation der Wirtschaft nach Plan, werden gewaltige Mittel freigesetzt, die nicht mehr Profite des Kapitals, sondern unser aller Eigentum sein werden. Durch die Kollektivierung der Haus- und Familienarbeit werden weitere gesellschaftliche Mittel freigesetzt und auch die Frauen werden endlich vollständiges Mitglied des gesellschaftlichen Lebens.

 

Neben dem Recht auf arbeit werden auch bislang nicht gekannte politische Rechte wahr. Wir werden endlich die Macht in unseren Händen halten. Aus der ausgebeuteten und unterdrückten Lage werden wir ausbrechen und zu selbstbestimmten, gesellschaftlichen Menschen werden.

Mittels der Rätedemokratie und unter der Führung der kommunistischen Partei werden wir Einfluß auf unser Leben haben – ob im Begrieb, in der Schule oder in der Uni.

 

Der Staat stellt alle Mittel zur Verfügung, um die allseitige Entwicklung von uns Jugendlichen durch Sport, kulturelle und politische Betätigung zu gesunden, gebildeten, schöpferischen Menschen zu gewährleisten.

 

Die Wissenschaft und Technik wird von den Profitinteressen frei sein und es kann wirklich im Interesse von unseren Bedürfnissen geforscht und unsere Produktivität erhöht werden.

 

Kultur wird nicht mehr ein Privileg der herrschenden Klasse, sondern aus der Bevölkerung, von uns und für uns, als wichtiger Teil des menschlichen Lebens und des Lebensstandards existieren.

 

Unsere privaten Beziehungen und Freundschaften untereinander werden nicht mehr von der bürgerlichen Moral beeinflusst und gesteuert, sondern ganz unsere Angelegenheiten werden. Nicht mehr der kapitalistische Wert eines Menschen steht zwischen uns, sondern einfach die Neigungen und persönlichen Bindungen.

 

Jede Diskriminierung aufgrund von Geschlecht, Rasse, Nationalität wird beseitig. Das Prinzip „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ wird sofort verwirklicht.

 

Mit der Entwicklung des Sozialismus zu einem Weltsystem, mit dem Sieg der sozialistischen Revolution in jedem Land auf der Welt, wird der Kommunismus in seine zweite Phase, in die wirklich klassenlose Gesellschaft übergehen.

 

 

7. Kommunistische Jugend und bürgerliche, revisionistische Angenten

Rolle der bürgerlichen und revisionistischen Organisationen

Die Argenturen im Lager der Arbeiterklasse haben die Aufgabe die Arbeiterklasse an den Kapitalismus zu ketten, sie vom Kampf für die Revolution abzuhalten. Diese Aufgabe übernehmen die verschienden revisionistischen und bürgerlichen Orgnaisationen, ob sie wollen oder nicht. Ob sie vom Sttae bewusst dafür aufgebaut wurden oder nicht. Revisionistisch bzw. opportunistische Organisationen wie  PD“S“, D“K“P, „ML“PD, „K“PD, Linksruck, „S“AV etc. übernehmen diese Aufgabe. Sie nennen sich sozialistisch oder kommunistisch, verraten aber die revolutionären Prinzipien des Kommunismus. Sie täuschen die Arbeiterklasse über den Charakter des kapitalistischen Systems und propagieren größtenteils gar die Möglichkeit des friedlichen Wegs zum Sozialismus. All diese Organisationen verfügen über eigene Jugendorganisationen. Diese verbreiten die selben Illusionen in der Arbeiterjungend und halten sie vom Kampf ab. Die Jugendorganisationen zeichnen sich dadurch aus, dass sie sich etwas „radikaler“ Positionieren um Jugendliche zu ködern.

Die PD“S“ – Jugend, solid, hält am parlmentarischen Weg fest und lässt sich wie die PD“S“ vom Kapital finanzieren. Sie ist gegen eine klare ideologische Einheit und hält am Modell des Pluralismus fest. 

Die „S“DAJ strebt ein System wie in der DDR an, ein System also das nie sozialistisch war, sie verbreitet bürgerliche Hetzte gegen die Sowjetunion zu Zeiten Stalins und sieht die entartete Sowjetunion bis zum offiziellen Übergang zum Kapitalismus als Sozialistisch an.

Mit Schöhnrederei versucht auch der „K“JVD die DDR uns als sozialistisch zu verkuafen, genauso wie das Regime in Nord-Korea.

Die FDJ versucht Jugendliche über einen ekeligen DDR-Kult zu gewinnen. Die propagnada ist wirr und wischi-waschi ohne klare Orientierung.

Der maoistische Rebell verbreitet Illusionen und behauptet die Jugend stehe links. Mit seiner reinen Beschreigung der Erscheinungen des imperialistischen Systems stellt er keine Gefahr für das System da.

Die Jungdemokraten/ Junge Linke greifen das System mit ihrem basisdemokratischen nicht wirklich an.

Die SJD-Die Falken stellen sich als SPD-kritisch dar, rufen dann aber immer wieder zur Unterstützung der kapitalistischen Politik der SPD auf. Sie fälschen die Geschichte der Arbeiterjugendbewegung und versuchen so den Verrat der Sozialdemokratie zu kaschieren.

Die trotzkistischen Jugendorganisationen greifen die sozialistische Geschichte der Sowjetunion an und denunzieren den Sozialismus an sich. Mit populistischen Forderungen versuchen sie gerade in der bürgerlichen und kleinbürgerlichen Jugendbewegung Einfluss zu bekommen.

Dies alles sind keine Organisationen die die Arbeiterjugend braucht!

Es gibt noch eine ganze Reihe von noch nicht genannten revisionistischen bzw. bürgerlichen Jugendorganisationen. Sie versuchen uns als Stimmvieh für die bürgerlichen Parteien zu gewinnen. Manche versuchen uns durch Religion vom Kampf abzuhalten und wollen dass wir auf einen „Gott“ vertrauen. Das führt dazu dass wir aufhören zu kämpfen. Religion ist Opium fürs Volk. Diese ganzen Organisationen und Verbände der Jugend bedienen unser Bedürfnisse nach Unterhaltung, Sport, Musik etc.  versuchen das Leben erträglicher erscheinen zu lassen und missbrauchen es um die Jugend auf einen Kurs zu bringen, der für die Kapitalistenklasse ungefährlich ist. 

Gewerkschaftsjugend Die Gewerkschaftsjugend tritt meisst „radikaler“ auf als die Gewerkschaften an sich. Sie versuchen uns dadurch zu ködern. Nun ist es richtig sich in den Gewerkschaften zu organisieren, solange diese Massenorganisationen sind. Jedoch versucht die Gewerkschaftsführung auch die Gewerkschaftsjugend vom Kampf abzuhalten. Sie unterstützt nicht den Kampf der Jugend sondern deren Untätigkeit. Sie löckt mit einer Karriere als Gewerkschaftsbürokrat. Die Führung der Gewerkschaftsjugend ist eng verbunden mit der Führung der Gewerkschaften, die wiederum mit dem Kapital verbunden ist. Die Führung der Gewerkschaftsführung greift das kapitalistische System nicht an, bekämpft höchstens einzelne Erscheinungen, sie erklärt sich offen als Gegner der Revolution und des Sozialismus.

Der Legalismus in der Jugendbewegung

Die Kapitalistenklasse versucht die Illusion zu verbreiten, dass wir das System verbessern können, wenn wir uns an die Spielregeln halten. Es bietet Geld, Karrieren etc. an um uns so vom antikapitalistischen Kampf abzuhalten. Verlassen wir den Boden der kapitalistischen Legalität, so werden wir eingeschüchtert und kriminalisiert. Ziel ist es uns an den Legalismus zu ketten, der keine Gefahr für das imperialistische System bedeutet.

 

 

Wir Arbeiterjugendlichen werden erst dann nach unseren Bedürfnissen leben können, wenn wir diese Ausbeuterordnung stürzen. Dies können wir aber nicht allein. Dazu benötigen wir eine starke Organisation, die unsere Interessen vertritt und frei von Opportunismus und Revisionismus ist. Diese Organisation ist Roter Oktober.