Zur Auflösung der Kommunistischen Internationale
und warum die KI objektiv notwendig ist

 

Vorwort

Der proletarische Internationalismus ist für uns Kommunistinnen und Kommunisten eine Verpflichtung. Keine kommunistische Organisation oder Partei wird bestreiten, dass die Erfahrungen der 3 Kommunistischen Internationalen für uns wichtige Erfahrungen sind, die Grundlagen gelegt haben.
Und dennoch bleibt das Ende der 3., der Kommunistischen Internationale mit vielen Fragezeichen behaftet. Nach dem 7. Weltkongresses der KI nahm die Arbeit der KI kontinuierlich ab und am 15. Mai 1943 wurde die KI überraschend für die kommunistische Weltbewegung durch Beschluss des Präsidiums des Exekutivkomitees der Kommunistischen Internationale aufgelöst.
Welche Rolle die Kommunistische Internationale für den proletarischen Internationalismus, für den wissenschaftlichen Sozialismus generell, hat und wie wir, die Organisation Roter Oktober, zur Auflösung der KI stehen, soll in folgendem Aufsatz dargelegt werden.

Es gibt wenige kommunistische Organisationen und Parteien, die sich bislang zur Auflösung der KI positioniert haben. Wir stellen hiermit unsere Position zur Diskussion und halten die Frage des Aufbaus der KI für elementar für die kommunistische Bewegung. Wir wissen, dass dies nur ein Anfang der wissenschaftlichen Betrachtung und Analyse sein kann.

I. Die Kommunistische Internationale: eine prinzipielle Frage des Marxismus-Leninismus

Im Jahr 1919 veröffentlichte die KI als Provisorium (bis zur Entwicklung des Programms, das schließlich 1928 angenommen wurde) das Manifest der Kommunistischen Internationale.

Darin heißt es zum Charakter der Internationalen:

„Im Bewußtsein des weltgeschichtlichen Charakters ihrer Aufgaben haben die aufgeklärten Arbeiter schon bei den ersten Schritten ihrer organisierten sozialistischen Bewegung nach einer internationalen Vereinigung gestrebt. Der Grundstein zu derselben wurde 1864 in London, in der Ersten Internationale, gelegt. Der deutsch-französische Krieg, aus dem das Deutschland der Hohenzollern erwachsen ist, untergrub die erste Internationale, indem er gleichzeitig zu der Entwicklung der nationalen Arbeiterparteien Anstoß gab. Schon im Jahre 1889 vereinigten sich diese Parteien auf dem Kongreß in Paris und schufen die Organisation der Zweiten Internationale. Aber der Schwerpunkt der Arbeiterbewegung lag in dieser Periode gänzlich auf nationalem Boden, im Rahmen der nationalen Industrie, im Gebiete des nationalen Parlamentarismus. (...) Wenn der Krieg von 1870 der Ersten Internationale einen Schlag versetzte, indem er die Tatsache enthüllte, daß hinter dem sozialrevolutionären Programm noch keine geschlossene Macht der Massen stand, so tötete der Krieg von 1914 die Zweite Internationale, indem er zeigte, daß über den zusammengeschweißten Arbeitermassen Parteien stehen, die sich in untertänige Organe des bürgerlichen Staats verwandelten. (...) Indem wir die Halbheit, Lügenhaftigkeit und Fäulnis der überlebten offiziellen sozialistischen Parteien verwerfen, fühlen wir, die in der Dritten Internationale vereinigten Kommunisten, uns als die direkten Fortsetzer der heroischen Anstrengungen und des Märtyrertums einer langen Reihe revolutionärer Generationen, von Babeuf bis Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg.
Wenn die Erste Internationale die künftige Entwicklung vorausgesehen und ihre Wege vorgezeichnet, wenn die Zweite Internationale Millionen Proletarier gesammelt und organisiert hat, so ist die Dritte Internationale die Internationale der offenen Massenaktion, der revolutionären Verwirklichung, die Internationale der Tat.“
[Manifest der KI, aaO, S. 11f.]

Oder dann im Programm der KI 1928;

„Die Erste Internationale schuf die geistigen Voraussetzungen des internationalen Kampfes des Proletariats für den Sozialismus. Die Zweite Internationale bereitete in ihren besten Tagen unter den Massen den Boden für die breite Entfaltung der Arbeiterbewegung. Die Dritte, die Kommunistische Internationale führt das Werk der Ersten Internationale fort, sie erntete die Früchte der Arbeit der Zweiten Internationale, verwarf aber entschieden ihren Opportunismus und Sozialchauvinismus sowie die bürgerliche Verfälschung des Sozialismus und hat die Verwirklichung der proletarischen Diktatur begonnen.“
[Programm der KI, 1928, aaO, S. 5]

Das heißt einmal, daß bereits Marx und Engels erkannt haben,

„daß alle Bestrebungen nach diesem großen Ziele bisher gescheitert sind an dem Mangel an Solidarität zwischen den mannigfachen Zweigen der Arbeit in jedem Lande und an der Abwesenheit eines brüderlichen Bandes der Einigung zwischen den Arbeiterklassen der verschiedenen Länder;
daß die Emanzipation weder ein lokales noch ein nationales, sondern ein soziales Problem ist, welches alle Länder umfaßt, in denen die moderne Gesellschaft existiert, und daß die Lösung abhängt von dem theoretischen und praktischen Zusammenwirken der fortgeschrittensten Länder“
[aus: Generalstatuten der Internationalen Arbeiterassoziation (1. Intern.) in: Statuten der KI, 1920, ebenda, Bd. 1, S. 64]

Bereits Marx und Engels manifestierten die objektive Notwendigkeit der internationalen Organisierung.

Die Frage des internationalen Zusammenwirkens ist eine prinzipielle. Das Streben nach internationaler Organisierung war von den Anfangen der Arbeiterbewegung von den fortgeschrittensten Teilen der Arbeiterklasse forciert.

Heute (bzw. seit Beginn des 20. Jahrhunderts) leben wir in der Epoche der proletarischen Revolution, in der Epoche des faulenden Kapitalismus, des Imperialismus.

So heißt es auch in den Richtlinien der KI:

„Die neue Epoche ist geboren! Die Epoche der Auflösung des Kapitalismus, seiner inneren Zersetzung. Die Epoche der kommunistischen Revolution des Proletariats.“
[Richtlinien der KI, 1919, ebenda, Bd. 1, S. 14]

Daran ändert auch der subjektive Stand der kommunistischen Bewegung nichts.

„Das Anwachsen der revolutionären Bewegung in allen Ländern, die Gefahr der Erstickung dieser Revolution durch das Bündnis der kapitalistischen Staaten, die Versuche der sozialverräterischen Parteien, sich zu einigen, ...; endlich die absolute Notwendigkeit der Koordinierung der proletarischen Aktionen – alles das muß zur Gründung einer wirklich revolutionären und wirklich proletarischen Kommunistischen Internationale führen.“ [Richtlinien der KI, aaO, S. 17]

Die Kommunistischen Internationale ist also eine objektive Notwendigkeit.

Bei der Frage der Prinzipien des Marxismus-Leninismus muss grundsätzlich der objektive Maßstab angelegt werden.

Die Frage muß also nicht lauten, ob die Kommunistische Internationale zur Zeit aufgebaut bzw. besser gegründet werden kann. Dies wird z.Zt. auch niemand behaupten können. Die Frage muß eher lauten, ob die Weltrevolution einer kommunistischen Weltpartei bedarf.
Auch die Bestimmung der Epoche der proletarischen Revolution richtet sich nach objektiven, nicht nach subjektiven Kriterien. Der Imperialismus äußert sich u.a. darin, dass das Weltkapital international gegen das Weltproletariat rüstet.
Das Programm der KI leitet die Notwendigkeit der KI eindeutig objektiv her. So heißt es:

„Der Imperialismus schlägt die ganze Welt in die Fesseln des Finanzkapitals ... Damit stellt der Imperialismus dem Proletariat unmittelbar die Aufgabe, die Macht zu erobern und nötigt die Arbeiter, sich aufs engste zur einheitlichen internationalen Armee der Proletarier zusammenzuschließen; über alle Grenzpfähle, über alle Unterschiede von Nation, Kultur, Sprache, Rasse, Geschlecht und Beruf hinweg. So schließt der Imperialismus, der den Prozeß der Schaffung der materiellen Voraussetzungen des Sozialismus entwickelt und zu Ende führt, zugleich damit das Heer seiner Totengräber zusammen, indem er das Proletariat vor die Notwendigkeit stellt, sich in einer internationalen Kampfassoziation der Arbeiter zu organisieren.“
[Programm der KI, 1928, in: marxistisch-leninistische Schriftenreihe, S. 3f.]

Für den objektiven Maßstab spricht auch unsere grundsätzliche marxistisch-leninistische Herangehensweise. Auch bei der Notwendigkeit der KP in Deutschland setzen wir objektiv an.
So heißt es in der Gründungserklärung von Roter Oktober:

„Es ist deshalb unsere historische Aufgabe, an dem Aufbau der kommunistischen Partei in Deutschland zu arbeiten.“
[Roter Oktober, Gründungserklärung und Statut, S. 3]

So müssen wir also fragen, ob die objektive Notwendigkeit der kommunistischen Weltpartei besteht.
Die Nationen sind künstliche Konstrukte und Teil des kapitalistischen Weltsystems. So wie die Nationen künstlich entstanden sind, sind sie auch vergänglich. Sie bilden das Herrschaftsterritorium der Kapitalistenklasse der verschiedenen Länder. Das Kapital hat sein nationales Standbein, agiert aber schon längst international. Für uns, die Arbeiterklasse, sind die Nationen nicht kreiert worden. Die Kapitalistenklasse versucht permanent, die Arbeiterklasse zu spalten, indem sie uns weiszumachen versucht, dass unser Interesse das Interesse „unserer“ Kapitalistenklasse des jeweiligen Landes sei. Fakt ist aber, dass die Probleme der Arbeiterklasse aller Länder – wenn auch in ihrer konkreten Erscheinung zum Teil verschieden – ihrem Wesen nach gleich sind. Man steht letztlich immer auf der Seite der Arbeiterklasse oder des Kapitals. Da spielen künstliche Gebilde wie die Nationen keine Rolle, denn das Proletariat hat kein Vaterland, es ist international.

Folglich ist es unsere Aufgabe, die Partei der Klasse und damit die Weltpartei aufzubauen.

„Die Internationale, die den Interessen der internationalen Revolution die sogenannten nationalen Interessen unterordnet, wird die gegenseitige Hilfe des Proletariats verschiedener Länder verkörpern, denn ohne wirtschaftliche und andere gegenseitige Hilfe wird das Proletariat nicht imstande sein, die neue Gesellschaft zu organisieren.“
[Richtlinien der KI, aaO, S. 17]

Ohne die Internationale werden wir nicht in der Lage sein, die neue Gesellschaft zu organisieren. Sie ist also Voraussetzung für den Aufbau des Sozialismus.


Warum aber nicht gleich nur eine kommunistische Weltpartei (wie es manche revisionistische Kräfte fordern)?

Weil die Entwicklung der kapitalistischen Länder nicht gleichmäßig, sondern ungleichmäßig, unstet und sprunghaft verlaufen. Genau deshalb ist es auch nicht möglich den Sieg der Weltrevolution auf einen Schlag vollziehen zu können. Die Nationen sind geschaffen vom nationalen Kapital, das die Arbeiterklasse eines jeden Landes bekämpfen müssen. Wenn also unser Kampf der Form nach national ist, ist er doch vom Charakter international. Und dies muß sich folgerichtig auch in der Organisierung niederschlagen.

Denn im Unterschied zu Anarchisten vertreten wir Marxisten-Leninisten den dialektischen Materialismus, dessen eines Gesetz die Negation der Negation ist. Wir wissen, daß wir nicht alles zerschlagen, alles neu beginnen werden. Das Gute und Fortschrittliche werden wir übernehmen. Für die zukünftige Gesellschaft müssen wir also schon heute die Grundlagen schaffen.


Und wie wird die Diktatur des Weltproletariats aussehen?

„ Die Diktatur des Weltproletariats ist daher die notwendigste und entscheidende Vorbedingung des Übergangs von der kapitalistischen Weltwirtschaft zur sozialistischen. (...) Sie erfordert, daß die neuentstehenden proletarischen Republiken sich mit den bereits bestehenden verbünden, daß das Netz dieser Föderationen ... ständig wächst und daß diese Föderationen schließlich zur Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken der Welt werden, die den Zusammenschluß der Menschheit unter der Hegemonie des staatlich organisierten Weltproletariats verwirklicht.“
[Programm der KI, aaO, S. 30]

Und wir wissen, daß die Räte unter der Führung der Kommunistischen Partei stehen, folglich müssen wir auch die kommunistische Weltpartei aufbauen, die die Welträte führen wird, die Instrument der kommunistischen Welträte als politischer Form der Diktatur des Weltproletariats sein wird.
Das ist ein zukunftsweisendes Argument.

Aber auch der Imperialismus selbst fordert von uns die internationale Organisierung, denn er selbst schafft die Front des Weltkapitals (ohne zu vergessen, daß die Imperialisten der verschiedenen Länder auch untereinander kämpfen und Widersprüche haben) gegen uns. Da kann es nur heißen:

„Waffe gegen Waffe! Gewalt gegen Gewalt! Nieder mit der imperialistischen Verschwörung des Kapitals! Es lebe die internationale Republik der proletarischen Räte!“
[Richtlinien der KI, aaO, S. 17]

Denn:

„Die Kommunistische Internationale weiß: um den Sieg schneller zu erringen, muß die um die Vernichtung des Kapitalismus und für die Schaffung des Kommunismus kämpfende Arbeiterassoziation eine straff zentralisierte Organisation besitzen.“
[Statuten der KI, aaO, S. 65]

„Unsere Aufgabe besteht darin, die revolutionäre Erfahrung der Arbeiterklasse zusammenzufassen, die Bewegung von den zersetzenden Beimischungen des Opportunismus und Sozialpatriotismus zu reinigen, die Kräfte aller wirklich revolutionären Parteien des Weltproletariats zu sammeln und dadurch den Sieg der kommunistischen Revolution zu erleichtern und zu beschleunigen.“
[Manifest der KI an das Proletariat der ganzen Welt, 1919, in: Die KI in Resolutionen und Beschlüssen, Bd. 1, S. 7]

„Die Aufgabe der internationalen kommunistischen Partei besteht darin, diese Ordnung umzustürzen und an ihrer Stelle das Gebäude der sozialistischen Ordnung zu errichten.“ [Manifest der KI, aaO, S. 12]

„Die Kommunistische Internationale stellt sich zum Ziel: mit allen Mitteln, auch mit den Waffen in der Hand, für den Sturz der internationalen Bourgeoisie und für die Schaffung einer internationalen Sowjetrepublik als Übergangsstufe zur vollen Vernichtung des Staates zu kämpfen.“
[Statuten der KI, aaO, S. 65]


II. Organisatorische Grundlagen der KI

Entsprechend ihrer Aufgabe, die sozialistische Weltrevolution vorzubereiten und durchzuführen, hatte die 3. Internationale einen straffen, nach den Prinzipien des Marxismus-Leninismus orientierten Parteiaufbau.


1. Provisorium 1919
Um mit der Arbeit nach der Gründung der Kommunistischen Internationale 1919 gleich beginnen zu können, wurde zunächst folgende Organisationsstruktur bestimmt.


2. endgültige Struktur ab 1922
Ab 1922 sah dann die Organisationsstruktur der KI wie folgt aus:

3 . Zeittafel

Es ist auffallend, dass die Kongresse, Plena, Sitzungen und Tagungen der KI und ihrer Organe im Laufe der Zeit immer weniger wurden. Und dann nach dem 7. Kongress der KI schlagartig aufhörten.


III. Gründe für die Auflösung der KI

„Die Kommunistische Internationale ... erklärt feierlich vor der ganzen Welt, daß sie es auf sich nimmt, das große Werk, das von der I. Internationalen Arbeiterassoziation begonnen wurde fortzusetzen und zu Ende zu führen.“ [Statuten der KI, aaO, S. 65]

Dieses Ziel wurde bei der Auflösung offensichtlich nicht erreicht.

Offiziell wurde die Auflösung durch eine Mitteilung des Präsidiums der Kommunistischen Internationale bekanntgegeben und „begründet“. Da diese Mitteilung das einzige offizielle Dokument ist, nehmen wir uns hier den Platz, es vollständig zu zitieren:

„Mitteilung des Präsidiums der Kommunistischen Internationale

Die Moskauer >Prawda< veröffentlichte am 22. Mai 1943 folgenden Beschluss des Präsidiums des Exekutivkomitees der Kommunistischen Internationale:
Die historische Rolle der Kommunistischen Internationale, die im Jahre 1919 im Ergebnis des politischen Zusammenbruchs der überwältigenden Mehrheit der alten Arbeiterparteien der Vorkriegszeit entstanden war, bestand darin, dass sie die Lehren des Marxismus vor ihrer Verflachung und Verdrehung seitens der opportunistischen Elemente der Arbeiterbewegung verteidigte, in einer reihe von Ländern den Zusammenschluss der Vorhut der fortgeschrittenen Arbeiter in wahrhaften Arbeiterparteien förderte, ihnen half, die Massen der Werktätigen zu mobilisieren zur Verteidigung ihrer wirtschaftlichen und politischen Interessen, zum Kampf gegen den Faschismus und den von ihm vorbereiteten Krieg, zur Unterstützung der Sowjetunion als Hauptstütze gegen den Faschismus. Die Kommunistische Internationale hat zur rechten Zeit die wahre Bedeutung des >Antikominternpaktes< enthüllt, dessen sich die Hitleristen als Werkzeug zur Vorbereitung des Krieges bedienten. Sie hat lange vor dem Kriege unermüdlich die schändliche Wühlarbeit der Hitleristen in den anderen Staaten entlarvt, die diese mit ihrem Geschrei über eine angebliche Einmischung der Kommunistischen Internationale in die inneren Angelegenheiten dieser Staaten maskierten.

Noch lange vor dem Kriege wurde es immer klarer, dass mit der zunehmenden Komplizierung sowohl der inneren als auch der internationalen Situationen der einzelnen Länder die Lösung der Aufgaben der Arbeiterbewegung jedes einzelnen Landes durch die Kräfte irgendeines internationalen Zentrums auf unüberwindliche Schwierigkeiten stoßen auch internationalen Situation der wird.

Dieser Unterschied der historischen Wege der Entwicklung der einzelnen Länder der Welt, der unterschiedliche Charakter, ja, sogar die Gegensätzlichkeit ihres gesellschaftlichen Aufbaus, der Unterschied im Niveau und im Tempo ihrer gesellschaftlichen und politischen Entwicklung, schließlich der Unterschied im Grade des Bewusstseins und der Organisiertheit der Arbeiter, bedingen auch, dass vor der Arbeiterklasse der einzelnen Länder verschiedene Aufgaben stehen. Der ganze Verlauf der Ereignisse im verflossenen Vierteljahrhundert und die von der Kommunistischen internationale gemachte Erfahrung haben überzeugend gezeigt, dass die Organisationsform, die vom Ersten Kongress der Kommunistischen Internationale zur Vereinigung der Arbeiter gewählt wurde und die den Anforderungen der Anfangsperiode der Wiedergeburt der Arbeiterbewegung entsprach, mit dem Wachstum der Arbeiterbewegung in den einzelnen Ländern und der Komplizierung ihrer Aufgaben sich immer mehr überlebte, ja, sogar zu einem Hindernis für die weitere Stärkung der nationalen Arbeiterparteien wurde.

Der von den Hitleristen entfesselte Weltkrieg hat die Unterschiede in der Lage der einzelnen Länder noch mehr verschärft, er schuf eine tiefe Kluft zwischen den Ländern, die zu den Trägern der Hitlertyrannei wurden, und den freiheitsliebenden Völkern, die in der mächtigen Antihitlerkoalition zusammengeschweißt sind. Während in den Ländern des Hitlerblocks die Hauptaufgabe der Arbeiter, der Werktätigen und aller ehrlichen Menschen darin besteht, allseitig auf die Niederlage dieses Blockes durch die Untergrabung der hitlerischen Kriegsmaschine von innen heraus hinzuarbeiten, an dem Sturz der am Kriege schuldigen Regierungen mitzuwirken - ist es in den Ländern der Antihitlerkoalition eine heilige Pflicht der breiten Volksmassen und vor allem der fortgeschrittenen Arbeiter, die Kriegsanstrengungen der Regierungen dieser Länder allseitig zu unterstützen, um den Hitlerblock aus rascheste zu zerschmettern und die Zusammenarbeit der Nationen auf der Grundlage der Gleichberechtigung zu sichern. Dabei darf ebenso nicht aus dem Auge gelassen werden, dass auch einzelne Länder, die der Antihitlerkoalition angeschlossen sind, ihre besonderen Aufgaben haben. So besteht zum Beispiel in den von den Hitleristen okkupierten und ihrer staatlichen Unabhängigkeit beraubten Ländern die Hauptaufgabe der fortgeschrittenen Arbeiter und breiten Volksmassen in der Entfaltung des bewaffneten Kampfes, der in den nationalen Befreiungskrieg gegen Hitlerdeutschland hinüberwächst.

Gleichzeitig hat der Befreiungskrieg der freiheitliebenden Völker gegen die Hitlertyrannei die breitesten Volksmassen in Bewegung gebracht, die sich ohne Unterschied ihrer Partei oder Religionszugehörigkeit in den Reihen der mächtigen Antihitlerkoalition zusammenschliessen, und hat offensichtlicher gezeigt, dass der allnationale Aufschwung und die Mobilisierung der Massen zum raschesten Sieg über den Feind durch die Vorhut der Arbeiterbewegung jedes einzelnen Landes am besten und fruchtbarsten im Rahmen ihres Staates verwirklicht werden kann.

Schon der Siebente Weltkongress der Kommunistischen Internationale im Jahre 1935, der die Veränderungen berücksichtigte, die sowohl in der internationalen Lage als auch in der Arbeiterbewegung vorsichgegangen waren, und der eine große Beweglichkeit und Selbständigkeit von den Sektionen der Kommunistischen Internationale forderte, unterstrich die Notwendigkeit, dass die Exekutive der Kommunistischen Internationale bei der Beschlussfassung über alle Fragen der Arbeiterbewegung >von den konkreten Verhältnissen und Besonderheiten jedes einzelnen Landes auszugehen und, in der Regel, ein unmittelbares Eingreifen in interne organisatorische Angelegenheiten der kommunistischen Parteien zu vermeiden hat<.

Von diesen Erwägungen ließ sich die Kommunistische Internationale leiten, als sie den Beschluss der Kommunistischen Partei der Vereinigten Staaten von Amerika im November 1940 über ihren Austritt aus den Reihen der Kommunistischen Internationale zur Kenntnis nahm und billigte. Die Kommunisten, die sich von den Lehren der Begründer des Marxismus-Leninismus leiten lassen, waren niemals Anhänger der Aufrechterhaltung überlebter Organisationsformen; sie haben immer die Organisationsformen der Arbeiterbewegung und die Arbeitsmethoden dieser Organisationen untergeordnet den grundlegenden politischen Interessen der gesamten Arbeiterbewegung, den Besonderheiten der konkreten gegebenen historischen Lage und den Aufgaben, die aus dieser Lage unmittelbar entspringen. Sie erinnern sich des Beispiels des großen Marx, der die fortgeschrittenen Arbeiter in den Reihen der Internationalen Arbeiterassoziation zusammenschloss und nach der Erfüllung der historischen Aufgabe der Ersten internationale – die Grundlagen für die Entwicklung der Arbeiterpartei in den Ländern Europas und Amerikas zu schaffen – im Ergebnis der herangereiften Notwendigkeit der Schaffung von nationalen Massenarbeiterparteien zur Auflösung der ersten Internationale schritt, da diese Organisationsform diesen Notwendigkeiten schon nicht mehr entsprach.

Von den vorstehenden Erwägungen ausgehend, unter Berücksichtigung des Wachstums und der politischen Reife der kommunistischen Parteien und ihrer leitenden Kader in den einzelnen Ländern sowie auch angesichts des Umstands, dass im Verlaufe des jetzigen Krieges eine Reihe Sektionen die Frage der Auflösung der Kommunistischen Internationale als leitendes Zentrum der internationalen Arbeiterbewegung aufwarfen, gestattet sich das Präsidium des Exekutivkomitees der Kommunistischen Internationale – da es unter den Bedingungen des Weltkrieges nicht die Möglichkeit hat, den Kongress der Kommunistischen Internationale einzuberufen – folgenden Vorschlag den Sektionen der Kommunistischen Internationale zur Bestätigung zu unterbreiten:
Die Kommunistische Internationale als leitendes Zentrum der internationalen Arbeiterbewegung aufzulösen und die Sektionen der Kommunistischen Internationale von den aus dem Statut und den Beschlüssen der Kongresse der Kommunistischen Internationale entspringenden Verpflichtungen zu entbinden.

Das Präsidium des Exekutivkomitees der Kommunistischen Internationale ruft alle Anhänger der Kommunistischen Internationale auf, all ihre Kräfte auf die allseitige Unterstützung und aktive Teilnahme am Befreiungskrieg der Völker und Staaten der Antihitlerkoalition zu konzentrieren zur raschesten Zerschmetterung des Todfeindes der Werktätigen – des deutschen Faschismus, seiner Verbündeten und Vasallen.
Die Mitglieder des Präsidiums des Exekutivkomitees der Kommunistischen Internationale:
Dimitroff, Ercoli, Florin, Gottwald, Kolaroff, Koplenig, Kuusinen, Manuilski, Marty, Pieck, Shdanow, Thorez.
Vorstehendem Beschluss haben sich folgende Vertreter der Kommunistischen Parteien angeschlossen: Bianco (Italien); Dolores Ibarruri (Spanien), Lehtinen (Finnland), Pauker (Rumänien), Rakosi (Ungarn).
15. Mai 1943.“
[In: Die KI in Resolutionen und Beschlüssen 1925-1943, Bd. II, S. 437f.]

Diese offiziellen Gründe können nicht die wahren gewesen sein, denn die KI hat keine Gleichmacherei der nationalen KP´s betrieben, sondern von Beginn an auf
die Besonderheiten und die unterschiedlichen Entwicklungen aufmerksam gemacht. Die Geschichte der KI belegt und das Programm der KI betont:

„Die in der Epoche des Imperialismus gesteigerte Ungleichmäßigkeit der Entwicklung des Kapitalismus hat eine größere Verschiedenartigkeit seiner Typen, hat Unterschiede im Reifegrad und mannigfaltige, besondere Bedingungen des revolutionären Prozesses in den einzelnen Ländern erzeugt. Eine historisch unbedingt notwendige Folge dieser Umstände sind die Mannigfaltigkeit der Wege und die Unterschiede im Tempo der Machtergreifung des Proletariats wie die Unvermeidlichkeit gewisser Übergangsstadien zur proletarischen Diktatur in einer Reihe von Ländern. Infolgedessen nimmt auch der Aufbau des Sozialismus in einzelnen Ländern verschiedene Formen an.“
[Programm der KI 1928, aaO, S. 47f.]

Dass die KI ein Hindernis für die nationalen KP´s wurde, blieb reine Behauptung. Vielmehr beweist die Tatsache, dass die meisten kommunistischen Parteien nach Auflösung der KI nach und nach revisionistisch wurden, das Gegenteil.

Aufschluß über den wahren Charakter des der Auflösung der KI gibt auch die Tagebuch-Aufzeichnung Georgi Dimitroffs, der die Mitteilung mit verfasste. Am 12.5.1941 schrieb er:

„Habe mit Gottwald den Leitartikel für die „KI“ redigiert.
Diskutierten mit D[mitri] S[acharowitsch] [Manuilski] darüber, wie der Beschluß zur Einstellung der Tätigkeiten des EKKI begründet werden soll. – Mit dieser Umgestaltung sind zahlreiche unklare und schwierige Fragen verbunden.
Im ZK (bei Shdanow)
Haben über die Komintern gesprochen.
1)Der Beschluß muß prinzipiell begründet sein, da man dem Ausland wie auch unseren sowjetischen Kommunisten gegenüber eine stichhaltige Erklärung für einen solchen Schritt liefern muß. Die Komintern hat eine große Geschichte, und plötzlich hört sie auf, als einheitliches internationales Zentrum zu existieren und zu handeln.
In dem Beschluß müßte man im voraus alle möglichen Schläge des Gegners in Betracht ziehen, z.B. daß es sich hierbei angeblich um ein Manöver handele oder die Kommunisten dem Internationalismus und der internationalen proletarischen Revolution abgeschworen hätten.
Unsere Argumentation muß so sein, daß sie zu einem Aufschwung bei den kommunistischen Parteien führt und nicht etwa Grabesstimmung und Unsicherheit auslöst.

Man müßte darauf hinweisen, daß in der gegenwärtigen Etappe nicht die Anleitung der Bewegung in den verschiedenen Staaten von einem internationalen Zentrum aus das wichtigste ist, sondern vielmehr das Schwergewicht auf die Bewegung und ihre Führung in jedem einzelnen Land zu legen und die Selbständigkeit der KP in vollem Umfang zu entwickeln ist; sie sind in der Lage, die Arbeiterbewegung der jeweiligen Länder selbst zu führen, ihre Strategie, ihre Taktik und Organisation selbst zu bestimmen und die volle Verantwortung für die Arbeiterbewegung ihres Landes zu tragen; wobei sie sich voll und ganz auf ihre eigenen Kräfte und Fähigkeiten verlassen.

Man muß die Idee einer Verbindung von gesundem und richtig verstandenem Nationalismus mit dem proletarischen Internationalismus entwickeln. Der proletarische Internationalismus muß sich auf diesen Nationalismus in den einzelnen Staaten stützen. (Gen. St[alin] hat erklärt, daß es zwischen einem richtig verstandenen Nationalismus und dem proletarischen Internationalismus keinen Widerspruch gibt und geben kann. Ein heimatloser Kosmopolitismus, der nationale Gefühle, die Idee der Heimat negiert, hat mit dem proletarischen Internationalismus nichts gemein. Ein solcher Kosmopolitismus bereitet den Boden für die Anwerbung von Spionen und Agenten des Feindes.)

Die Ideen der Kommunistischen Internationale sind in den Reihen der führenden Schichten der Arbeiterklasse in den kapitalistischen Staaten tief verwurzelt. In der gegenwärtigen Epoche ist es erforderlich, daß sich die kommunistischen Parteien als selbstständige nationale Parteien entwickeln. Nach einer Blütezeit der nationalen kommunistischen Bewegung in den einzelnen Ländern wird in der nächsten Etappe auf festerer und breiterer Basis eine Basis eine internationale kommunistische Organisation wiederstehen.

Man muß deutlich machen, daß die Auflösung des EKKI keine Absage an die internationale proletarische Solidarität bedeutet. Im Gegenteil – es ändern sich nur ihre Erscheinungsformen und Methoden, damit die Formen und Methoden der gegenwärtigen Etappe der internationalen Arbeiterbewegung besser entsprechen.
2)Dieser Schritt muß absolut ernsthaft und konsequent sein. Man darf nicht die Kleidung wechseln, alles andere aber beim alten lassen, d.h. daß das EKKI zwar aufgelöst wird, tatsächlich jedoch in anderer Form als internationales leitendes Zentrum weiterbesteht.
3)Sehr wichtig ist die Frage, auf wessen Initiative hin das geschieht: auf eigene Initiative der Leitung oder auf Vorschlag einer Reihe kommunistischer Parteien. Letzteres ist wahrscheinlich besser.
4)Die Sache ist nicht eilig; man sollte sie nicht übereilen, sondern ernsthaft diskutieren und vorbereiten.
Drei Fragen bedürfen der Diskussion:
wie soll man es prinzipiell begründen;
auf wessen Initiative ist der Beschluß zu fassen;
das Erbe der KI, wie geht es weiter?
5)Auf jedem Fall kann die kommunistische Bewegung mit diesem Schritt große Vorteile erreichen: alle Antikominternpakte verlieren ihre Grundlage;
der größte Trumpf der Bourgeoisie wird hinfällig: daß nämlich die Kommunisten einem ausländischen Zentrum unterstünden und damit „Verräter“ seien;
die KP wird in jedem Land ihre Selbständigkeit stärken und sich in eine wirkliche Volkspartei ihres Landes verwandeln;
der Eintritt jener Arbeiter-Aktivisten in die KP wird erleichtert, die jetzt nicht eintreten wollen, weil sie der Meinung sind, daß sie sich dadurch von ihrem Volk entfremden.“
[In: Bayerlein, Tagebücher 1933-1943/Georgi Dimitroff, Aufbau-Verlag Berlin, 2000, Bd. 1]

Es ließe sich zu dieser Tagebuchaufzeichnung Dimitroffs eine Menge erwidern. Wir wollen uns vorliegend darauf beschränken festzuhalten, dass bereits 1941 die Bestrebungen zur Auflösung der KI in vollem Gange waren. Es wurde aber keineswegs daran gedacht, einen (längst fälligen) Kongreß der KI für diese doch prinzipielle und allentscheidende Frage einzuberufen. Nein, es wurde angefangen über die Art der taktischen (!) Verbreitung nach außen zu diskutieren. Die wahren Gründe blieben im Verborgenen.


IV. Warum sich die ML´er nicht der Auflösung der KI widersetzten

Die Marxisten-Leninisten in der KI wie in der SU konnten kein Interesse an dem Fortbestand der KI unter revisionistischer Führung haben. Ihre Bestrebungen waren es, eine neue internationale Organisation unter antirevisionistischer, marxistisch-leninistischer Führung aufzubauen. Das war das im Jahre 1947 gegründete „Kommunistische Informationsbüro“, kurz Kominform.

So argumentiert auch Gen. Stalin bei seiner Unterstützung der Auflösung der KI nicht mit den offiziellen Argumenten.
Er sagte:

„Die Auflösung der Kommunistischen Internationale ist angebracht und richtig.“
[Josef Stalin, ‚Die Auflösung der Kommunistischen Internationale – Antworten für den Reuter-Korrespondenten‘, 28. Mai 1943, in: ‚Kriegsreden, Tageslosungen und Antworten an Pressekorrespondenten während des Großen Vaterländischen Krieges, vom 3. Juli 1941 bis zum 22. Juni 1945‘, London 1956, S. 66]

Und als Grund für seine Unterstützung des EKKI-Beschlusses gab er an, dass

„...sie die Anstrengungen aller Patrioten aller Länder zur Vereinigung der friedliebenden Völker in einem einheitlichen internationalen Lager für den Kampf gegen die drohende Weltherrschaft des Hitlerismus erleichtert.“
[Josef Stalin, aaO., S. 66]

Man kann interpretieren, dass Gen. Stalin davon ausging, dass ohne die KI der Kampf gegen den Faschismus, die Zusammenarbeit der Alliierten einfacher wäre. So ist es auch nicht abwegig, die Auflösung der KI als Zugeständnis an die Alliierten für die Anti-Hitler-Koalition zu sehen. Somit könnte die Auflösung auch ein taktisches Zugeständnis zur Zeit des 2. WKs gewesen sein, um sie anschließend wiederzugründen.
Dies wirklich zu bestimmen, ist uns zur Zeit nicht möglich.

Fakt ist aber, dass die Revisionisten, die sich in der KI ausbreiteten, die KI so schnell als möglich auflösen wollten. Und dazu keinen neuen Kongress einberufen wollten. Das legt zumindest die Vermutung nahe, dass sie davon ausgingen, dass die kommunistischen Parteien bei ernsthafter Diskussion diesen Bestrebungen Paroli geboten hätten.

So konnte hingegen verkündet werden:

„Der Vorschlag des EKKI-Präsidiums wurde von 31 Sektionen unterstützt. Nicht eine einzige kommunistische Partei erhob Einwände. ... Nach eingehender Prüfung der Texte mit den Beschlüssen der kommunistischen Parteien, ..., wurde am 8. Juni 1943 ... beschlossen, die Kommunistische Internationale mit Wirkung vom 10. Juni 1943 aufzulösen.“
[‚Institut für Marxismus-Leninismus beim ZK der KPdSU‘, aaO. S. 514]


V. Nach der Auflösung kann es nur heißen: Für den Aufbau der Kommunistischen Internationale!

Die Auflösung der KI 1943 war ein großer Rückschlag für die kommunistische Weltbewegung. Sie hat ihre Führung verloren und wurde sogar in Zweifel gebracht über die Bedeutung der Kommunistischen Weltpartei für den Kampf für des Sozialismus.

Wir, die Organisation Roter Oktober, wissen, dass der Sozialismus weltweit nur siegen kann, wenn wir wieder eine internationale Organisation der Arbeiterklasse aufbauen.

Es lebe der proletarische Internationalismus!
Für die Weltrevolution!

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Übersicht

Vorwort

I. Die Kommunistische Internationale: eine prinzipielle Frage des Marxismus-Leninismus

II. Organisatorische Grundlagen der KI

III. Gründe für die Auflösung der KI

IV. Warum sich die ML´er nicht der Auflösung der KI widersetzten

V. Nach der Auflösung kann es nur heißen: Für den Aufbau der Kommunistischen Internationale!