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Roter Oktober Oktober 2005 Nein zu Drogentests – Wir müssen uns verweigern!
Wegen diverser Verdachtsmomente soll nun also ein Drogentest Abhilfe schaffen, der nur zu unserer Kriminalisierung führt. Es geht bei solchen Tests auch nicht um den Drogenkonsum an sich und die Schülerinnen und Schüler vor eventuellen Gefahren zu bewahren. Es geht vielmehr um den „guten“ Ruf der Schule, der gewahrt werden soll. Es wird erzählt, dass die Älteren Vorbild sein sollen, um die kleineren Schüler zu schützen. Dies ist auch nur ein Vorwand, da von Seiten der Masse an unserer Schule nicht mehr konsumiert wird als an anderen Schulen auch. Außerdem ist die Gefahr des falschen und zu frühen Umgangs mit Drogen nicht gebannt, da in unserer Stadt und bei den derzeitigen rückschrittlichen Medien die Gefahr viel größer ist. Um den guten Ruf zu wahren, wird also jede Möglichkeit genutzt, damit auch weiterhin genug Schülerinnen und Schüler kommen und unsere Lehrerinnen und Lehrer ihr Waldorf-Gehalt haben und der Waldorf-Clan gut aussieht? Würde nicht eine gute Drogenpolitik (Aufklärungsarbeit, reflektiver Umgang mit der eigenen Identitätsfindung, Philosophieunterricht) nicht viel mehr bringen? Wie soll so ein Test überhaupt aussehen? Wollen die LehrerInnen uns das Blut abnehmen? Das wäre rechtswidrig und viel zu gefährlich. Soll dafür Polizei an unsere Schule geholt werden? Die Polizei, die Staatsmacht überhaupt, die Nazis beschützt und wahllos auf Antifa-Demos rumknüppelt? Wir wollen keine Bullen an unserer Schule! Wir wollen auch keine Drogentests! Wir müssen uns eines solchen Tests erwehren und diesen verweigern, auch wenn unsere Eltern einem solchen Test zugestimmt haben! Verweigert Euch dem Drogentest!
Als Kommunistinnen und Kommunisten treten wir für die Veränderung
dieser kapitalistischen Gesellschaftsordnung ein. Wir wissen, dass es
nur an uns ist, unser Leben so zu gestalten wie wir es wollen. Der Konsum
von bewußtseinsbeeinträchtigen Drogen mindert unsere Kampfkraft.
Nichtsdestotrotz ist der Drogenkonsum in dieser Gesellschaft weit verbreitet.
Und das nicht ohne Grund. Bietet er uns doch die Möglichkeit, unseren
Problemen scheinbar zu entfliehen.
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